zukünftige Zusammenarbeit von ESA und NASA

NASA und ESA haben in Washington eine offizielle Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der weiteren Marserforschung unterzeichnet.

Studie zu ExoMarsNASA Administrator Charles Bolden und ESA-Direktor Jean-Jacques Dordain unterschrieben damit die schon längere Zeit in der Diskussion befindliche Mars Joint Exploration Initiative (MEJI), die den Rahmen, die Verantwortlichkeiten  und die Finanzierung der zukünftigen gemeinsamen Marsforschung beider Agenturen festlegt. Durch die Zusammenlegung der Aktivitäten beider Agenturen erhofft man sich bessere und kostengünstigere Marsmissionen, als bisher möglich sind. Konkret laufen die Kosten sowohl für die NASA bei MSL als auch bei der ESA für ExoMars komplett aus dem Ruder. Die ESA muß über die 850 Mio EUR hinaus, die bis jetzt von den europäischen Mitgliedsstaaten für eine ESA-Marsmission ("ExoMars") bewilligt worden sind, bis Ende diesen Jahres weitere 150 Mio EUR bereitstellen, um die MEJI-Aktionen stemmen zu können. Dies soll Mitte Dezember auf einer entscheidenden Sitzung der ESA-Führungsgremien entschieden werden.

Die zukünftigen gemeinsamen Pläne der MEJI-Initiative sehen Folgendes vor:
  1. 2016: einen gemeinsamen Orbiter unter europäischer Führung, der sich um die kürzlich entdeckten Methankonzentrationen in einigen Gebieten der Marsoberfläche kümmern soll. Der Orbiter soll zusätzlich eine unbewegliche meteorologische Station auf dem Mars absetzen, um der ESA das KnowHow für eine Marslandung zu generieren und es in der Praxis testen zu können. Der Orbiter soll außerdem den dringend benötigten Ersatz für die bisherigen NASA-Orbiter Mars Oyssey und MRO darstellen
  2.  
  3. 2018: je ein europäischer und ein amerikanischer Rover sollen mit Hilfe der NASA Landetechnik "SkyCrane" auf dem Mars abgesetzt werden.
  4.  
  5. 2020: "in der Planung" ist weiter ein Netzwerk von mehreren Landern, das parallel in mehreren interessanten Bereichen der Oberfläche abgesetzt werden soll.
Die NASA stellt die Startraketen für 2016 und 2018. Die 2016 meteorologische Station ist kleiner als der US-Phoenix-Lander. Der Landeversuch soll während der Staubsturmsaison erfolgen.
 


Quelle
http://news.bbc.co.uk/2/hi....stm


Veröffentlicht am:
17:10:21 09.11.2009 von Udo Günther