Yellowknife Impressionen

Über Weihnachten des Jahres 2012 stand Curiosity während der NASA-Weihnachtspause still in Yellowknife Bay und vervollständigte ein Panorama der Sicht um den aktuellen Standort. Die Bilder auf dieser Seite zeigen einige Impressionen aus dieser Phase der Mission am Nordwestrand der Yellowknife Bay.
 
Standort in der Yellowknife Bay über Weihnachten 2012
Abb. 1: Standort von Curiosity in der Yellowknife Bay  über die Weihnachtstage des Jahres 2012 zwischen Sols 130-140 (Karte des Benutzers Phil Stooke aus UMSF).
Kontextsicht an Sol 135
"Weisser Felsen" Roverspur
Abb. 2 a-c: An Sol 135 wurden die in der obigen Kontextaufname angezeigten zwei interessanten Bereiche sichtbar, deren vergrößerte Ansicht darunter gezeigt ist: es handelt sich um von losem Marsstaub bedeckte schneeweisse Felsstücke. Der im rechten Bild gezeigte Bereich ist vom darüberfahrenden Rover aufgebrochen und freigelegt worden. Er ist im nächsten Bild der Abb. 3 noch einmal in größerer Ansicht wiedergegeben:
Freigelegte Weiße Felsbereiche in der Roverspur
Abb. 3: oben rechts und unten links sind im abgebrochenen Fels weiße Kanten sichtbar. Möglicherweise interessante Forschungsobjekte für den Rover nach Weihnachten.
Sol 137 Felsenimpressionen Sol 137 Felsenimpressionen
Sol 137 Felsenimpressionen Sol 137 Felsenimpressionen
Sol 139 Felsenimpressionen
Abb. 4a-d: Impressionen von Felsbereichen aus dem "Weihnachtspanorama", aufgenommen zwischen Sols 135 und Sol 140 (22.- 26. Dezember 2012)

Mars Science Laboratory benutzte die Gelegenheit der Weihnachtspause, um ein hochaufgelöstes Panorama der Umgebung von Yellowknife Bay mit der Mastkamera aufzunehmen. Dabei fielen jede Menge Daten an, die nur sehr schwer bildlich darstellbar sind. Im Folgenden sind zwei Ausschnitte dieses Panoramas gezeigt, jeder von ihnen aus 75 Einzelbildern bestehend und im Original 13000 x 7000 Pixel groß. Die Bilder sind hier entsprechend etwas komprimiert. Klicken auf eines der Bilder liefert ein 7000 x 3800 Pixel großes Extrakt aus den Originaldaten. Diese sind immerhin noch jeweils etwas über 20 MByte groß:
 
Sol 137 Panoramaausschnitt
Abb. 5: Ausschnitt des Hochauflösungspanoramas von Sol 138 (26.12.2012 auf Terra - 36. August 31 auf dem Mars)
Sol 141 Panoramaausschnitt
Abb. 6: Weihnachtspanorama von Sol 141 (28.12.2012 auf Terra - 38. August 31 auf dem Mars)
Sol 141 Panoramaausschnitt
Abb. 6: weiterer Ausschnitt des hochaufgelösten Panoramas von Sol 141 (28.12.2012 auf Terra - 38. August 31 auf dem Mars)

Zwischen Sols 138 (36. August 31 Marsdatum) und 146 (44. August 31 Marsdatum) nahm Curiosity in Dutzenden Bildern pro Sol immer den gleichen Bereich des Marshorizontes auf, vermutlich um Veränderungen in der Atmosphäre oder Staubteufel entdecken zu können. Während dieser Phase stand das Science Laboratory über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage der Erde unbeweglich still und diese Zeit konnte so sinnvoll genutzt werden. Im Folgenden ist der Film aus den ersten Aufnahmen eines jeden der neun Sols zusammengestellt. Man sieht, dass man eigentlich nichts sieht. Außer einer geringfügigen Änderung in der Opazität der Atmosphäre (Veränderungen in der Trübung) sieht man keinerlei Bewegungen in der Aufnahmezeit über neun Sols hinweg:
 
Film des Himmelsausschnittes zwischen Sol 138 und 146
Abb.7: Film des ersten Bildes eines jeden Sols über den gleichen Ausschnitt des Horizontes zwischen Sol 138 und 146 in Richtung Nordosten. Außer einer nur marginalen Änderung in der Trübung der Atmosphäre, hauptsächlich sichtbar an den Bergen im Hintergrund, ist absolut keine Bewegung an diesen acht Sols auszumachen.

Der Beobachtungszeitraum umfasst mit den Sols 138 bis 146 das Ende des marsianischen Augusts 31, genau die Sols zwischen dem 36. und dem 44. August 31 auf dem Mars. Der marsianische August hat insgesamt 47 Sols. Die Datumskonvention nach Clancy et. al. kann hier nachgelesen werden.

Normalerweise sind die Marsmonate Juli bis Dezember die Monate in denen am häufigsten Sandstürme entstehen und sich damit die Opazität der Atmosphäre durch aufgewirbelten Staub am stärksten ändert. Dies hängt mit der Ausrichtung der Planetenachse zur Sonne zusammen, die für verstärkte Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel sorgt und die Atmosphäre brodeln lässt. Wie der obige Film zeigt, scheint dies im Marsjahr 31 zumindest an Curiositys Standort im Gale-Krater (noch ?) nicht der Fall zu sein.

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