Kalibrierungsphase 2

Ab Sol 30, dem 6. September 2012 (der marsianische 32. Juni 31 nach dieser Datumskonvention (der Monat Juni hat 54 Sols auf dem Mars)) - einen (Erd-) Monat nach der Landung, begann die CAP2 - Phase, die Calibration Activity Phase 2, bei der der Probenarm und die Instrumente am Probenarmkopf kalibriert wurden. Der Instrumentenkopf besteht aus fünf Experimenten, siehe erstes Bild, die alle unter Marsbedingungen geeicht werden mussten. Darüberhinaus mussten die Bewegungen des Probenarmes für die nur etwa 30% ige Schwerkraft und den sehr viel geringere Luftdruck auf dem Mars gegenüber der Erde kalibriert werden, damit die Einlaßöffnungen für die bordeigenen Analyselabors alle punktgenau mit dem Instrumentenkopf des Probenarmes getroffen werden konnten.

Instrumente am Probenarm
Abb. 1: Die am Probenarm befestigten fünf Experimente
Probenarm an Sol 29
Abb. 2: Die Instrumentenarme am Probenarm, aufgenommen von der Mastkamera an Sol 29. Man sieht auf die MAHLI Hochauflösungskamera, die immer noch von der rosafarben Staubschutzkappe verdeckt ist. Die Kamera kann Aufnahmen machen, in denen noch die einzelnen Staubkörner von Talkumpuder aufgelöst werden können. Sie ist daher recht empfindlich gegen abgelagerten Staub. Rechts davon die Bürste des  DRT, des Dust Removal Tools. Die Funktionen der Instrumente am Instrumentenarm wurden in der CAP 2 Phase über eine Woche lang für die Umweltbedingungen auf dem Mars kalibriert. Während dieser Zeit stand der Rover still.
Sol 30 Hauptmast vom MAHLI
Abb. 3: Das Gegenbild. Curiositys Hauptmast aufgenommen an Sol 30 vom MAHLI aus, dem Mars Hand Lens Imager, der am Instrumentenarm befestigt für höchstaufgelöste Fotos von Bodenstrukturen sorgen soll.  Die rosa Staubschutzkappe ist immer noch drauf, d.h. man sieht den Hauptmast nur unscharf durch die rosarote Brille . Oben der ChemCam Teleskopspiegel mit dem eingebauten Laser, darunter die Navigations- und  und Hauptmast-Farbkameras.
Probenarm an Sol 30
Abb. 4: Curiositys Probenarm an Sol 30, zu Beginn der CAP2-Kalibrierungsprozedur.
Sol 30 CAP2
Abb. 5: erste Kalibrierungsbewegungen des Instrumentenkopfes am Ende des Probenarms. Das kleine, blinkende Instrument ist die Staubschutzkappe des MAHLIs
Sol 32 Instrumentensatz
Abb. 6: Der Instrumentensatz am Instrumentenkopf des Probenarms an Sol 32 während der Kalibrierungsphase 2
Sol33 MastCam
Abb. 7: An Sol 33 gab es das Ganze dann auch in Farbe. Instrumentenkopf, aufgenommen von der MastCam-Farbkamera.
Sol 33 MastCam: APXS Sol 33 MAHLI
Abb. 8: APXS in Farbe. Rechts davon der Drillbohrer. Abb. 9: MAHLI in Farbe. In der vergrößerten Ansicht sieht man, dass es in der Staubschutzkappe Aussparungen für die 4 Weißlicht- und die beiden UV-LEDs gibt.
Sol 34 MAHLI Unterseite
Abb. 10: Aufnahmen der MAHLI-Kamera vom Unterboden des Rovers an Sol 34 (9. September 2012). Bei den Aufnahmen war die Staubschutzkappe entfernt.
Sol 32 Chimra Manipulationen Sol 32 Chimra Manipulationen
Abb. 11: Einige interessante Manipulationen am CHIMRA, dem Probeneinfüllinstrument, an Sol 32
Sol 32 Kopf des Drillbohrers Sol 32 Drillbohrer
Abb 12a: Kopf des Drillbohrers Abb 12b: Drillbohrer auf der entgegengesetzten Seite des Instrumentenkopfes
SAM Einfüllöffnungen anSol 36 Sol 36 Probenarm vor Einfüllmimik
Abb. 13a: SAM-Einfüllöffnungen an Sol 36 (11. September 2012), aufgenommen von der MAHLI-Kamera Abb. 13b: Sol 36. Blick auf das rechte Vorderrad und die Vorrichtungen für die Probennahme
CheMin-Einfüllöffnung an Sol 36
Abb. 14: CheMin-Einfüllöffnung an Sol 36 (11. September 2012) aus Sicht der MAHLI-Kamera.
Sol 37 Phobos vor der Sonne
Abb. 15: Sol37 - Curiosity beobachtete den Vorbeizug des Marsmondes Phobos vor der Sonne ...
Sol 37 MastCam 100 Zoomaufnahme
Abb. 16: Aufnahme der MastCam 100 an Sol 37. Diese Farbkamera kann zoomen, entsprechend spektakulär fallen die Ergebnisse aus. Hier ein Blick nach Südwesten/Süden entlang des Kammes von Aeolis Mons auf die Gegend, wo der "Grand Canyon" beginnt, der tief in das Innere von Aeolis Mons einschneidet und Curiositys Langzeitziel ist (siehe auch hier  eine 3D-Übersichtsaufnahme). Die Farben dieses Bildes sind bearbeitet.
Aeolis Mons am 12. September 2012
Abb. 17: Aeolis Mons Panoramaaufnahme vom 12. September 2012. Das Bild ist mit Weißabgleich behandelt und die Farben sind so, wie sie im Sonnenlicht auf der Erde aussehen würden.


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