Instrumentencheck

An Curiositys Sol 2 gelang die Aktivierung der High Gain Antenne. Damit war die Erdkommunikation des Rovers voll hergestellt. Außerdem wurde der Hauptmast erfolgreich ausgefahren. Hier das Kontrollbild:
 
Hauptmast ist oben !
Abb. 1: Blick der im Hauptmast befestigten Navigationskamera geht schräg nach vorn auf den Boden vor dem Rover. Der Blick zeigt den noch verstauten Instrumentenarm mit einem Icon, das Curiosity darstellt. Das rechte Vorderrad zeigt erstaunlich wenig Staubablagerungen, ein Zeichen dafür, dass das Skycrane Manöver funktioniert hat und der aufgewirbelte Staub des Abstiegstriebwerkes sich nicht auf dem Rover niedergeschlagen hat.

Mit dem Hauptmast war die wesentlichte Kameraausrüstung des Rovers voll aktiviert und die Fotosessions konnten beginnen. Als erstes wurde mit der Aufnahme eines 360° schwarzweiß-Panoramas begonnen. Hier der erste Ausschnitt dieses Panoramas:
 
Sol 2 NavCam Panorama, Ausschnitt
Abb. 2: Blick genau nach Norden auf den Kraterrand des Gale Kraters. Er ist etwa 22 km entfernt und zeigt in diesem Ausschnitt den Teil mit der geringsten Erhöhung. Im mittleren Bildabschnitt ist die Rundung eines Kraters zu sehen, die etwa 3-5 m gegenüber dem Standort des Rovers abfällt. Im linken Vordergrund sind die Abdrücke der Backbord-Raketendüsen des Skycranes zu sehen, die dieser bei der Landung freigeblasen hat. Interessant ist, dass man hier freiliegendes Grundgestein sieht ! Dies bedeutet, an dieser Stelle ist nur eine dünne Staubschicht auf dem Felsenuntergrund vorhanden und damit schon ein erstes potentielles Ziel für Curiositys Instrumentenarm in Sicht !
Roverblick
Abb. 3: Als erstes gleich einmal ein Abbild des Rovers mit der Mastkamera geschossen. Es ist noch nicht in voller Auflösung aufgenommen, sieht aber schon recht gut aus.

An Sol 3  waren die High Gain Antenne und die Kameras einsatzbereit und nahmen ihre Arbeit auf. Die Kommunikation mit den Orbiter lief nun mit größerer Bandbreite ab (zwischen 400 kbit/s und 2 Mbit/s), was die Anzahl der übertragbaren Daten gegenüber der Low Gain Antenne drastisch erhöhte. Es wurden die ersten Farbbilder zur Erde übermittelt sowie eine Aufnahme des Rovers von sich selbst, um die möglichen Auswirkungen der filmreifen Landung untersuchen zu können:
 
Roverdeck an Sol 3 Sol 3 Blick nach Norden
Abb. 4: Blick über das Roverdeck an Sol 3. Die Raketentriebwerke des Skycrane haben sogar kleinere Steinchen auf das Deck geschleudert. Abb. 5: wunderbarer Blick nach Norden über das Roverdeck hinweg auf die Wand des Gale Kraters in etwas mehr als 20 km Entfernung. Curiosity wird sich nicht dorthin bewegen. Die eckige Schüssel in der Bildmitte ist die High Gain-Antenne, das stabförmige Konstrukt links daneben/dahinter ist die Low Gain Antenne.
Sol 3 ColorPan
Abb. 6: erstes Farbpanorama von Sol 3, immer noch aus Thumbnail-Bildchen: Es zeigt die Region nordöstlich bis südöstlich von Curiosity. Deutlich sind die beiden durch die Raketentriebwerke des Skycrane aufgeworfenen Löcher auf beiden Seiten des Rovers zu sehen. Sie werden das erste Ziel für die Instrumentenausrüstung von Curiosity sein.
Backbord - Thrustermarks Steuerbord - Thrustermarks
Abb. 7a,b: Backbord- (links) bzw. Steuerbord- Düsenabdrücke (rechts) des Skycrane-Triebwerkes. Hier ist der Triebwerksstrahl auf den Boden aufgetroffen und hat die überliegende Staubschicht weggefegt. Bei der Landung waren nur noch zwei der jeweils 4 Triebwerke auf jeder Seite aktiv. Sie reichten aus, um die angestrebte Abstiegsgeschwindigkeit von 0.75 m/s einzuhalten. Die Landung geschah butterweich auf den Rädern des Rovers.
Sol 10 Blick auf das Heck
Abb. 8: Blick auf das Herz des Rovers an Sol 10 (15. August 2012): die Plutoniumbatterie, die zentrale Stelle der Energieversorgung von Curiosity. Die Kühlrippen sind geöffnet, denn die Batterie erzeugt große Mengen Wärme.


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