Rückkehr

Nach 520 Tagen eines simulierten Fluges und der Landung auf dem Mars wird die sechsköpfige Crew des Isolationsexperimentes wieder die "Erde betreten". Die Tür zum Isolationscontainer wird  wieder geöffnet und die Marsnauten in die Freiheit entlassen, die sie im Juni 2010 freiwillig aufgegeben hatten.

Während des 17 monatigen "Fluges" hatten sie zahllose Experimente über sich ergehen lassen, um die psychischen und physische Abgeschlossenheit während eines Fluges zum Mars experimentell untersuchen zu können. Die Kommunikation mit der "Bodenstation" lief ausschliesslich über Funk. Dabei wurden Details wie die Laufzeitverzögerung fer Funksignale zum Mars genau abgebildet, um echte Bedingungen eines Marsfluges zu schaffen. Nach der Erlangung des Orbits und der "Landung" auf dem Mars im Januar und Februar 2011 ging es auf den Rückflug zur Erde, bei dem die Motivaton zum Weitermachen am schwierigsten zu halten war. Insbesonders zur Ferienzeit im August 2011 blieben viele Anrufe und Emails der in den Ferien weilenden Freunde, Verwanden und Bekannten aus, so daß die sechs Marsnauten auf eine harte psychische Motivationsprobe gestellt waren.
 
Docking-Simulation Vorbereitung zur Marsexkursion
simuliertes Andockmanöver des Abstiegsraumschiffes an die Orbitalstation (Quelle: ESA) Vorbereitung zum Ausflug auf die Marsoberfläche in der Lander-Onboardkamera (Quelle: ESA)

Sie waren auf sich allein gestellt und mußten technische und psychische Krisen selbst meistern. Sie bauten in einem Gewächshaus ihr eigenes Gemüse an, um die Eintönigkeit und Einseitigkeit der abgepackten Mahlzeiten auflockern zu können und simulierten realitätsgenau den Einschuß in den Marsorbit, die Landung auf dem Mars und den Wiederaufstieg sowie den Rückflug zur Erde.
 
Schleuse zur Marsfähre Marsausflug
Schleuse zur Marsfähre (Quelle: ESA) Ausflug auf die Marsoberfläche (Quelle: ESA)

Bei einem realen Flug zum Mars kämen noch die Schwerelosigkeit und der Einfluß der Strahlung durch Sonnenstürme und kosmische Strahlung hinzu. Außerdem in weiteres wichtiges psychologisches Moment: Im Falle eines Problems oder einer Katastrophe könnenten echte Marsnauten nicht einfach die Tür aufmachen und in Sicherheit sein. Hier wäre die Abgeschlossenheit total. Bis auf diesen Faktor war die Mars 500 Simulation allerdings nah an der Wirklichkeit.
 
Simulation des Marsausfluges
Simulationssoftware zur extravehicular activity (Quelle: ESA)

Das letzte Video der Mars 500 Crew: Ein Interview über die am meisten geliebten und am meisten gehassten Experimente während des Fluges. Die beiden ESA-Teilnehmer sagen Auf Wiedersehen:


 
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