Krater in Terra Cimmeria

Der etwa 10 km durchmessende Krater im Gebiet "Terra Cimmeria" zeigt wie viele andere Krater in dieser Gegend eine besondere Struktur im Kraterboden, denn der Krater ist aufgefüllt mit einer viskosen Mischung aus Felsen, Sand und Eis. Diese Füllung geschah erst nach der Kraterentstehung, vermutlich durch Verflüssigungen, die durch die Energie des Kratereinschlages entstanden sind. Diese Interpretation setzt eine wässrige Eisschicht unter der Oberfläche an dieser Stelle voraus. Die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte der felsigen Kraterwand, die mit einem starken Gefälle in die viskose Schicht des Kraterbodens übergeht. Die Grenzschicht zwischen der felsigen Struktur des Kraterrandes und der Bodenfüllung lässt sich über mehrer Kilometer hinweg entlang des Kraterbodens als eine zusätzliche Stufe in der Kraterwand verfolgen.

Die Bilder sind in der Originalveröffentlichung "Release 23" des HiRise Operation Centers enthalten: "Scarp and Channels in a Crater in Terra Cimmeria". Im folgenden sind einige hochaufgelöste Bilder der Kratewände und des Bodens  abgebildet:
 
Krater in Terra Cimmeria
Abb. 1: Übersichtsbild des Kraters in Terra Cimmeria. Das Zentrum dieses Bildes ist zentriert bei -42.7° westlicher Höhe und 158.5° östliche Länge, aufgenommen aus einer Höhe von 251.6 km um 15:47 Uhr lokaler Marszeit am Aufnahmeort. Die höchste Auflösung ist 25 cm pro Pixel. Die Sonne bescheint die Szenerie von links aus Westen mit einer Höhe von etwa 74° über dem Horizont.

Im Folgenden einige hochaufgelöste Ausschnitte des obigen Bildes, die Details bis zu 70 cm Durchmesser in allen Details zeigen.
 
Abb. 2: Ausschnitt der Kraterwand im unteren linken Bereich. Entlang des sich nach oben erstreckenden steilen Abhanges sind einzelne Felsbrocken nach unten gerollt. Es haben sich trichterförmige Öffnungen gebildet, durch die vermutlich einmal flüssiges Wasser nach unten geströmt ist. Die Grenzschicht zwischen dem felsigen Kraterrand und der viskosen Füllung des Kraterbodens lässt sich im oberen rechten Bereich gut erkennen. Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.
Abb. 3: Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.
Abb. 4: Folgekrater im unteren Bereich der viskosen Bodenfüllung. Der Krater ist nicht normal ausgebildet, da der weiche Untergrund beim Einschlag nachgegeben hat. Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.
Abb. 5: Ausschnitt der Kraterwand im linken Bereich. Entlang des sich nach rechts erstreckenden steilen Abhanges sind einzelne Felsbrocken nach unten gerollt. Es haben sich trichterförmige Öffnungen gebildet, durch die vermutlich einmal flüssiges Wasser nach unten geströmt ist. Auch hier ist die Grenzschicht zwischen Kraterfüllung und -rand deutlich ausgebildet. Das herunter transportierte, abgetragene Material hat sich in der Kraterbodenschicht als "Delta" abgesetzt. Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.
Abb. 6: Kanäle im oberen Bereich des Kraterrandes. In der deltaförmigen Ablagerungszone am unteren Ende des Kanales hat sich ein etwa lastwagengroßer Felsbrocken abgelagert. Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.
Abb. 7: Kanäle im oberen Bereich des Kraterrandes. Die Grenzschicht zwischen Kraterfüllung und felsigem Kraterrand ist deutlich sichtbar. Auch hier liegt am Ende des Abhanges ein etwa lastwagengroßer Felsen. Klicken auf eines der Bilder liefert jeweils eine vergrößerte Ansicht, die Bildauflösung der gezeigten gleichen Gegend steigt von links nach rechts.

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