MGS Globale Ansichten

Marsglobus aufgenommen von Mars Global Surveyor am 8.4.99Gesamtansicht des Mars aufgenommen am 8. April 1999. Irgendwo da unten stehen der Mars Pathfinder und sein Sojourner Rover ... Diese Aufnahme schließt die Gegend von Ares Vallis, dem Landeort von Mars Pathfinder, mit ein. Er steht irgendwo links südlich der dunkleren Region Acidalia Planitia nahe am Bildzentrum. Oben sieht man die Norpolarkappe, rechts darunter, die hellere Region auf der rechten Seite, umfaßt das Gebiet Arabia Terra und Sinus Meridani. Die Chryse Ebene mit dem Landeort von Viking I von 1976 befindet sich direkt im Bildzentrum unterhalb der bläulichweißen Region, eines Wolkengebietes. Ganz im Westen schon fast unterhalb des Horizontes befindet sich die Tharsis-Region mit den mächtigen Schildvulkanen und dem Valles Marineris. Eine ungefähre Orientierung bietet auch die Marskarte auf diesen Seiten.

Im Bild rechts sieht man den östlichen Anschluß an das obige Bild: der helle Bereich im Bildzentrum ist Arabia Terra. Rechts der Mitte, der dunklere Bereich, ist Syrtis Major, die Große Syrte, unter leichter Bewölkung. Tief im Süden im dortigen Südwinter liegt das Hellasbecken, ein riesiger Einschlagkrater, unter dichten Wolken.

Marsglobus, aufgenommen von MGS am 11.4.99Dieses Bild von der sommerlichen Nordhalbkugel des Mars, aufgenommen von Mars Global Surveyor am 11. April 1999, zeigt den westlichen Anschluß an das erste obere Bild. Ganz links unter den weißen Wolken im unteren Bereich liegen die Vulkane Olympus Mons, Ascraeus Mons, Pavonis Mons und Arsia Mons. Die obere weiße Wolke markiert den Vulkan Alba Patera. Im unteren Zentrum des Bildes liegt das Valles Marineris, ein riesiges Grabengebiet mit den Ausmaßen des gesamten amerikanischen Kontinents

MGS nähert sich dem Landeplatz von SpiritDieses Bild schoß Mars Gobal Surveyor am 04.01.2004 gegen 05:33 Uhr aus 250 km Höhe, als Mars Exploration Rover A gerade in seiner kritischen Landephase im 165 km breiten Gusev Krater war. MGS diente hierbei als Relaystation für die Übermittlung der Landerdaten zur Erde. Hiermit konnte die Landung von MER-A von der Erde aus quasi "live" verfolgt werden und das Erd-Kontrollzentrum war zu jedem Moment über den Status des Landers wärend dieser missionskritischen Phase informiert. Die Originalveröffentlichung ist hier.
 
die drei Tharsis-VulkaneHier sieht man die drei Tharsis-Vulkane: Olympus Mons, Ascraeus Mons und Alba Patera (knapp über dem Horizont). Dieses Bild ist vom 1. Juni 1998. Es zeigt die weitgehend von Wolken bedeckte Nordhalbkugel des Mars zur Winterzeit. Lokale Ortszeit ist etwa 09:30 Uhr morgens.

Olympus MonsOlympus Mons, der größte Vulkan des Sonnensystems, ist hier zu sehen. Dieses Photo wurde von MGS am 25. April 1998 aus einer Höhe von 900 km gemacht. Das Raumschiff flog dabei von Nord nach Süd, von links nach rechts. Norden ist links, oben ist Osten. Das Bild wurde an einem kühlen, klaren Wintertag aufgenommen. Man sieht westlich des Berges (unten) keinerlei Wolken, die Strukturen sind klar und scharf zu erkennen, währen im Osten (oben) eine dünne Wolkenschicht den Blick auf die Oberfläche behindert. Olympus Mons ist 27 km hoch, mehr als dreimal so hoch wie der Mount Everest, der höchste Berg der Erde. Sein Basisdurchmesser beträgt 600 km, soviel wie die gesamte Hawaii-Inselkette ! Wegen seiner enormen Größe ist die Flankensteigung nur zwischen 2 und 5 Grad, d.h. man kann ihn bequem und ohne große Anstrengung zu Fuß ersteigen.

Staubsturm über VL1 LandeplatzAm 12. April 1998, um 09:20 Uhr überflog MGS den Landeplatz von Viking I in der Chryse Ebene bei 22.48° N, 47.97° W. Es sollte ein Bild mit einer Auflösung von 2.7m/Pixel gemacht werden, auf dem man den Lander hätte erkennen können. Leider verhinderte beim Überflug ein Sandsturm den detaillierten Blick auf die Oberfläche, sodaß die Auflösung geringer und so der Lander nicht sichtbar war. Bei der eigentlichen Kartierung nach Ende des Aerobraking machte ein direktes Photo den Lander auf der Marsoberfläche stehend sichtbar.

Wirbelsturm am Mars-NordpolAm 27. April 1999 nahm das Hubble Space Teleskop aus der Erdumlaufbahn heraus dieses Bild eines riesigen Wirbelsturms in der Nähe des Mars-Nordpols auf. Der Sturm liegt bei etwa 65°N 83°W und hat einen Durchmesser von über 1600 km ! Ein solch riesiger Wirbelsturm ist bisher auf dem Mars nicht beobachtet worden. Das Bild links ist im blauen Licht aufgenommen, was zeigt, daß die Wolken komplett aus Wassereis bestehen, rechts oben sieht man eine Farbaufnahme der Region, rechts unten ist ein vergrößerter Ausschnitt des linken Bildes zu sehen.

Ende des Wirbelsturms schon 3 Tage späterSchon 3 Tage später, am 30. April 1999, war von dem Sturm fast nichts mehr zu sehen, wie die nebenstehende Aufnahme von Mars Global Surveyor aus der gleichen Region zeigt.

Blick auf den Mars-Nordpol am 15. Oktober 2006. Die NASA veröffentlichte dieses Foto aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums von Mars Global Surveyor im Weltraum. Das Raumschiff war am 07. November 1996 gestartet worden. Das Foto zeigt die Nordpolarkappe des Mars zum Höhepunkt des nördlichen Marssommers, bei dem der komplette Pol im Sonnenlicht liegt. Ebenfalls sichtbar sind die typischen Wolkenstrukturen, die jedes Marsjahr immer zur gleichen Zeit wiederkehrend den Marspol bedecken. MGS fotografierte diese periodischen Wetterverhältnisse bereits im fünften Marsjahr. Der Pol ist von einem Sandmeer aus schwarzen Sand umflossen, was dieses Foto ebenfalls sehr schön zeigt. Das im unteren Drittel mehr als 400 km lang in die Eisdecke einschneidende Sandtal, das Chasma Boreale-Tal, wurde ebenfalls sehr hochaufgelöst am 03. Oktober 2006 vom mittlerweile den Mars umkreisenden, mit sehr viel moderneren und mit besseren Kameras ausgestattetem Raumschiff Mars Reconaissance Orbiter fotografiert (siehe hier). Die Originalveröffentlichung ist hier.

Am 28. Januar 2006 machte Mars Global Surveyor ein Bild des Phobosschattens auf der Marsoberfläche neben dem Vulkan "Arsia Mons", dem südlichsten der drei Tharsis-Vulkane. Ein Beobachter auf der Marsoberfläche hätte in diesem Gebiet eine etwa 21 Sekunden dauernde partielle Sonnenfinsternis beobachten können.








Die Vulkane der Tharsis Region auf dem Mars an einem sonnigen Nachmittag Anfang Juni 1999. Olympus Mons, der größte Vulkan des Sonnensystems mit einem Grunddurchmesser von etwa 550 km und mehr als 15 km Höhe bestimmt die linke Hälfte des Bildes. Die weißen oder blauweißen Gebilde sind Wolken aus Wassereis. Wie auf einer Kette aufgereiht liegen die Vulkane Ascraeus Mons, Pavonis Mons und Arsia Mons. Der mittlere dieser drei, Pavonis Mons, liegt genau auf dem Marsäquator. Die Originalveröffentlichung ist hier.

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