Roscosmos und ESA einig über ExoMars-Beitrag

Die finanziellen Probleme von ExoMars sind leicht abgemildert worden. Roscosmos ist mit im Boot.

ExoMars Projekt
schematische Darstellung des 2016 Orbiters und des 2018 ExoMars Landers. Die Startraketen kommen von Roscosmos und nicht mehr von der NASA.
Die russische Weltraumbehörde Roscosmos hat endgültig bestätigt, sich spätestens bis November 2012 am ESA-ExoMars Projekt zu beteiligen. Die Russen werden die Startraketen für die beiden Starts 2016 und 2018  beisteuern und auch einen finanziellen Beitrag zu den Kosten des Projektes leisten. Die russische Akademie der Wissenschaften hat seine Zustimmung bereits erteilt.

Eine grundsätzliche Einigung über einen russischen Beitrag zu ExoMars war bereits im April 2012 erzielt worden, marspages.eu berichtete. Die Russen haben nun einen Beitrag in Höhe von zunächst 40.7 Mio $ in der Höhe der Versicherungszahlung für das gescheiterte Phobos Grunt-Raumschiff in Aussicht gestellt. Die ESA hat allerdings immer noch das Problem, einen zusätzlichen Geldbedarf von etwa 350 Mio EUR schultern zu müssen, der sich aus dem Rückzug der NASA ergeben und die Kosten des Gesamtprojektes von gedeckelten 850 Mio EUR auf insgesamt 1.2 Mrd EUR verteuert hat.

Langsam läuft der ESA die Zeit davon. Der 2016 Orbiter und auch der 2018 Lander müssen erst noch gebaut werden, und um das Startfenster 2016 einhalten zu können, hätte  eigentlich schon längst mit dem Bau des Raumschiffes begonnen werden müssen.

Die Geschichte von ExoMars bleibt spannend.


Quelle
http://www.marsdaily.com/r....html

Wichtige Hyperlinks
http://www.marspages.eu/in....php?page=574

Veröffentlicht am:
22:57:19 13.06.2012 von Udo Günther