Keine NASA-Budgeterhöhung für Ares-1
Es gibt wahrscheinlich keine Budgeterhöhung für die bemannte Raumfahrt der USA. Damit ist die Ares-1 Rakete für den Transport von Mannschaften in eine Erdumlaufbahn gefährdet.
Quelle
http://www.spacenews.com/p....html
Wichtige Hyperlinks
http://www.marspages.eu/in....php?section=news&cmd=details&newsid=274
Veröffentlicht am:
22:40:33 23.01.2010 von Udo Günther
Nur zwei von acht Vorschlägen der Augustine-Kommission zur Zukunft der amerikanischen bemannten Raumfahrt beinhalten keine Budgeterhöhung zur rechtzeitigen Erlangung der sehr ehrgeizigen Ziele der NASA: eine amerikanische bemannte Mondlandung bis 2020. Details siehe in der früheren Newsmeldung hier. Wie gestern bekannt wurde, wird die NASA für das Finanzjahr 2010/2011 etwas mehr als 18.7 Mrd $ bekommen, die von der NASA gewünschte Erhöhung um 1 Mrd. $ wird es voraussichtlich aber nicht geben.
Damit ist die Entwicklung der Ares-1 Rakete und des Mannschaftstransporters Orion im Rahmen des Constellation-Programmes der NASA akut gefährdet. Sie würden nach der Beendigung der Shuttleflüge zum Ende des Jahres 2010 in einem ersten Schritt benötigt, um weiterhin amerikanische Raumfahrer ab 2012/2013 in die Erdumlaufbahn zur ISS und von dort später zum Mond bringen zu können. Die nach Einstellung des Shuttle-Programmes enstehende zeitliche Lücke für bemannte Flüge der Amerikaner in den Erdorbit von 2011 bis 2012 sollten von den Russen gemietete Sojus-Flüge schliessen. Ares-1 und Orion wären ab 2013 nur der erste Schritt für eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond bis 2020. Ares-1 kann nur 25 t in die Erdumlaufbahn bringen, zu wenig für eine Mondlandung. Daher sollte bis 2017/2018 eine Weiterentwicklung von Ares-1, die Schwerlastrakete Ares 5, entwickelt werden, die in der Lage ist, bis zu 188 t Nutzlast in den Weltraum zu befördern. Genug für die Ausrüstung einer Mondlandung, den lunaren Lander Altair und den Flug zum Mond.
Ohne die Budgeterhöhung ist das Ziel bis 2020 nicht erreichbar. Die Entwicklung von Ares-1 ist wegen fehlender finanzieller Mittel bereits um mindestens zwei Jahre verspätet und die Rakete wird nicht vor 2015/2016 einsatzbereit sein. Wenn Ares-1 ganz eingestellt werden sollte, steht auch das gesamte Constellation-Programm zur Disposition und eine amerikanische Mondlandung müßte bis auf 2030 oder später verschoben werden.
Die Finanzknappheit der NASA hat unmittelbare Auswirkungen auf den Betrieb der ISS und damit der amerikanischen Partner in diesem Bereich. Wenn die Raumstation endlich Ende 2010 fertiggestellt sein wird, kann sie nur bis 2015 fliegen, also nur vier weitere Jahre, bevor die Amerikaner die Finanzierung einstellen und die ISS gezielt zum Absturz bringen wollen. Die dann freiwerdenden Finanzmittel sollen dem Constellation-Programm zugeschlagen werden. Die Lücke der amerikanischen Flüge zur ISS bis 2015 sollen dabei kommerzielle Flüge ausführen, also von der Privatwirtschaft oder Rußland gemietete Raumschiffe. Die amerikanischen Partner möchten einen Weiterbetrieb der ISS bis mindestens 2020 und müßten die dafür erforderlichen Mittel dann allein aufbringen.
Präsident Obama und seine Berater favorisieren offensichtlich den von der Augustine-Kommission vorgeschlagenen flexible path (Details siehe hier), der auf eine bemannte Mondlandung ganz verzichtet oder auf 2030 oder später verschiebt, und stattdessen die Erkundung des erdnahen und interplanetaren Weltraumes mit unbemannten Sonden vorsieht, um neben Satelliten für die Erdbeobachtung und Weiterbildungsprogramme bis 2025 oder später Technologien für einen Flug zum Mars zu entwickeln, also Tanker und Zubringerraumschiffe für den Zusammenbau eines Marsraumschiffes im Erdorbit.
Es geht ganz konkret um Arbeitsplätze. Mit der Beendigung des Shuttle-Programmes verlieren unmittelbar Zehntausende Mitarbeiter, vor allen Dingen in Florida, und Tausende weitere Mitarbeiter in der Zulieferindustrie gegen Ende 2010 ihre Beschäftigung. Das Ares-1 Projekt sollte eine Weiterbeschäftigung unmittelbar danach ermöglichen und die in langen Jahren aufgebaute Infrastruktur und das Know-How vor Ort für die Realisierung der weiteren Pläne der NASA erhalten.
Dies steht dann zur Disposition.
Damit ist die Entwicklung der Ares-1 Rakete und des Mannschaftstransporters Orion im Rahmen des Constellation-Programmes der NASA akut gefährdet. Sie würden nach der Beendigung der Shuttleflüge zum Ende des Jahres 2010 in einem ersten Schritt benötigt, um weiterhin amerikanische Raumfahrer ab 2012/2013 in die Erdumlaufbahn zur ISS und von dort später zum Mond bringen zu können. Die nach Einstellung des Shuttle-Programmes enstehende zeitliche Lücke für bemannte Flüge der Amerikaner in den Erdorbit von 2011 bis 2012 sollten von den Russen gemietete Sojus-Flüge schliessen. Ares-1 und Orion wären ab 2013 nur der erste Schritt für eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond bis 2020. Ares-1 kann nur 25 t in die Erdumlaufbahn bringen, zu wenig für eine Mondlandung. Daher sollte bis 2017/2018 eine Weiterentwicklung von Ares-1, die Schwerlastrakete Ares 5, entwickelt werden, die in der Lage ist, bis zu 188 t Nutzlast in den Weltraum zu befördern. Genug für die Ausrüstung einer Mondlandung, den lunaren Lander Altair und den Flug zum Mond.
Ohne die Budgeterhöhung ist das Ziel bis 2020 nicht erreichbar. Die Entwicklung von Ares-1 ist wegen fehlender finanzieller Mittel bereits um mindestens zwei Jahre verspätet und die Rakete wird nicht vor 2015/2016 einsatzbereit sein. Wenn Ares-1 ganz eingestellt werden sollte, steht auch das gesamte Constellation-Programm zur Disposition und eine amerikanische Mondlandung müßte bis auf 2030 oder später verschoben werden.
Die Finanzknappheit der NASA hat unmittelbare Auswirkungen auf den Betrieb der ISS und damit der amerikanischen Partner in diesem Bereich. Wenn die Raumstation endlich Ende 2010 fertiggestellt sein wird, kann sie nur bis 2015 fliegen, also nur vier weitere Jahre, bevor die Amerikaner die Finanzierung einstellen und die ISS gezielt zum Absturz bringen wollen. Die dann freiwerdenden Finanzmittel sollen dem Constellation-Programm zugeschlagen werden. Die Lücke der amerikanischen Flüge zur ISS bis 2015 sollen dabei kommerzielle Flüge ausführen, also von der Privatwirtschaft oder Rußland gemietete Raumschiffe. Die amerikanischen Partner möchten einen Weiterbetrieb der ISS bis mindestens 2020 und müßten die dafür erforderlichen Mittel dann allein aufbringen.
Präsident Obama und seine Berater favorisieren offensichtlich den von der Augustine-Kommission vorgeschlagenen flexible path (Details siehe hier), der auf eine bemannte Mondlandung ganz verzichtet oder auf 2030 oder später verschiebt, und stattdessen die Erkundung des erdnahen und interplanetaren Weltraumes mit unbemannten Sonden vorsieht, um neben Satelliten für die Erdbeobachtung und Weiterbildungsprogramme bis 2025 oder später Technologien für einen Flug zum Mars zu entwickeln, also Tanker und Zubringerraumschiffe für den Zusammenbau eines Marsraumschiffes im Erdorbit.
Es geht ganz konkret um Arbeitsplätze. Mit der Beendigung des Shuttle-Programmes verlieren unmittelbar Zehntausende Mitarbeiter, vor allen Dingen in Florida, und Tausende weitere Mitarbeiter in der Zulieferindustrie gegen Ende 2010 ihre Beschäftigung. Das Ares-1 Projekt sollte eine Weiterbeschäftigung unmittelbar danach ermöglichen und die in langen Jahren aufgebaute Infrastruktur und das Know-How vor Ort für die Realisierung der weiteren Pläne der NASA erhalten.
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04.11.2010
Deep Impact passiert Komet 103P/Hartley2
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