News > Neue Fotos von Spirits Unterseite

Die NASA veröffentlichte neue Fotos zur Untersuchung der Unterseite des Rovers. Möglicherweise saß Spirit mit seiner Unterseite auf einem Felsen auf, was seine Befreiung erschweren könnte.

Im Juni 2009 wurde schon einmal die Unterseite von Spirit mit der eigentlich nicht dafür vorgesehenen Microscopic Imagier Kamera aufgenommen, die am Instrumentenarm befestigt ist. Entsprechend unscharf sind auch die Bilder, denn die Kamera kann nur scharf sehen, wenn sie wenige Milimeter über der zu untersuchenden Oberfläche positioniert ist, ein Zoom ist nicht eingebaut:
 
Spirits Unterboden
Spirits Unterboden, aufgenommen mit der Microscopic Imager Kamera im Juni 2009. Ziemlich in der Mitte des Bildes scheint ein Felsen den Unterboden des Rovers zu berühren.

Bei der Bewegung zur Befreiung des Rovers könnte es zum einen dazu kommen, dass der Felsbrocken die Unterseite des Rovers durchstößt und wichtige Bestandteile im Gehäuse des Rovers beschädigt werden. Zum anderen könnte ein Teil des Gewichtes des Rovers auf dem Felsen aufliegen, was die Traktion beim Drehen der Räder in dem weichen Material der Sandfalle negativ beeinflussen könnte. Zur Befreiung des Rovers würde es nur einen Versuch geben. Ginge dabei etwas schief, dann wäre es das gewesen für Spirit.
 
zentraler Bereich von Spirits Unterboden
Aufnahme von Spirits Unterboden an Sol 2044, dem 4. Oktober 2009
Entsprechend sorgfältig gingen die Verantwortlichen zu Werke. Anfang Oktober 2009 wurde noch einmal mit der Untersuchung der Situation unter dem Rover begonnen, man machte weitere Unterbodenbilder mit der MI-Kamera. Auf diesen war nach wie vor nicht eindeutig zu erkennen, ob der Felsen den Unterboden von Spirit berührte oder nicht. Wenn er denn den Rover berühren sollte, dann lediglich an einer kleinen Stelle und nicht großflächig. Leider war in diesem Fall nicht zu ermitteln, wie viel vom Spirits Gewicht auf dem Felsen lastete. Daher war auch nicht vorauszusehen, ob er bei einer Bewegung des Rovers den Gehäuseboden durchstoßen und unwiederbringliche Schäden im Inneren anrichten könnte. Außerdem schien der Einfluß auf die Traktion der Räder in diesem Falle ungewiß.

Das Rovergehäuse war relativ kompakt und fest und daher wurde nicht damit gerechnet, dass er vom Felsen beschädigt werden könnte. Sehr viel wahrscheinlicher war allerdings, daß wegen der Gewichtsverteilung auf dem Felsen die Räder im Fließsand nicht richtig würden greifen können und eine Befreiung dadurch schwieriger wenn nicht gar unmöglich werden würde.

Im optimalen Fall war noch etwas Luft zwischen Felsen und Rover-Unterboden, sodaß die Befürchtungen an dieser Stelle grundlos waren. Allerdings war der mögliche Luftspalt nur klein und bei der Bewegung des Rovers mußte unbedingt darauf geachtet werden, ihn im Sand nicht tiefer sinken zu lassen.

Die Zukunft würde es hoffentlich bald zeigen ...
 



Wichtige Hyperlinks
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Veröffentlicht am:
19:36:39 05.10.2009 von Udo Günther