Einstieg ins West Valley
Nachdem Spirit sich nach seinen erfolglosen Versuchen, die Home Plate zu erklimmen, nach Westen abgesetzt hatte, gelang dem Rover eine flotte Fahrt in Richtung auf den Einstieg ins West Valley. Das nächste Bild zeigt eine Übersicht:
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| Abb. 1: Spirit beginnt seinen Einstieg von Norden her ins West Valley am westlichen Rand der Home Plate entlang in Richtung Süden (Credits: Tesheiner von UMSF). | |
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| Abb 2a: Blick aus der vorderen Hazcam auf den Standort von Sol 1861. Spirit fuhr rückwärts und zog mit seinem blockierten rechten Vorderrad eine deutliche Spur in den weichen Sand. Auch hier feinstes SiO2-Hydrat direkt unter einen dünnen Staubschicht. | Abb 2b: der Blick am gleichen Standort aus der hinteren Hazcam. Direkt voraus der Einstieg in das West Valley mit dem Rand der Home Plate auf der linken und der kleinen Erhebung westlich von "Gibson" auf der rechten Seite, siehe auch Abb. 1 zur Einordnung. |
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| Abb. 3: Falschfarbenbild des "West Valleys" vom Standort bei "Gibson" aus mit Blick auf die gegenüberliegende kleine Anhöhe namens "Tsiolkovsky" im Südwesten. Dieses Bild stammt von Sol 758, als der Rover im März 2006 die Home Plate zum ersten Mal an der nordwestlichsten Ecke erklommen hatte. | |
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| Abb. 4: Untersuchungen an der an Sol 1861 beim Rückwärtsfahren aufgeworfenen Spur. Wenn es sich bei dem weißen Material ebenfalls um reine Kieselsäure – Si(OH)4), bzw. deren Alkali- und Erdalkalisalze (Silikate) - handeln sollte wie seinerzeit im Mai 2007 bei "Getrude Weise" entdeckt (siehe Abb. 5 auf dieser Seite), so wäre dies ein weiteres Indiz für eine wasserreiche Vergangenheit der Region um die Home Plate. Kieselsäure in dieser Form als Hydrat kann nur bei Gegenwart von Wasser entstehen. | |
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| Abb. 5: Graben "Kit Carson" in Farbe, aufgenommen aus nächster Nähe von der Armkamera an Sol 1864. | |
Ende März 2009 braute sich mögliches Unheil südlich des Standortes von Spirit zusammen. Der Orbiter Mars Reconnaissance Orbiter detektierte nach dem 26. März eine schnelle Zunahme der Temperatur in der oberen Marsatmosphäre, wie sie auch im Sommer 2007 stattgefunden hatte (siehe Newsmeldung hier). Damals war ein globaler Sandsturm mit diesem Effekt verbunden, welcher fast zum Scheitern der Mission beider Rover wegen ungenügender Energieversorgung durch die Abschwächung des Sonnenlichtes geführt hatte. Ein neuer gleichartiger Sandsturm käme sehr ungelegen, denn Spirit hatte sich noch nicht wieder vollständig in seiner Energieversorgung von den damaligen Vorgängen erholt. Der τ-Wert hatte sich Ende März auf einen Wert von τ =1.19 erhöht, was möglicherweise ein Indiz für die Zunahme von Staub in der Atmosphäre durch einen im Süden aufziehenden Sturm war. Die tägliche Stromausbeute lag bei 223 Wh/Tag.
Der aktuelle Mars-Wetterbericht von msss.com vom 1. April 2009 berichtete leider auch über Zunahme der Staubsturmaktivitäten in verschiedenen Bereichen des Mars. Der Planet erreichte am 21. April sein Perihel, d.h. seinen geringsten Abstand zur Sonne, wodurch sich wegen der stark elliptischen Bahn des Mars eine erheblich gesteigerte Sonneneinstrahlung auf der Südhalbkugel einstellte. Es blieb nur zu hoffen, dass es lokal begrenzte Stürme bleiben und sich nicht zu einer globalen Sturmfront entwickeln würden.
Ein Bild vom 2. April 2009, ein weiter Blick in Richtung Nordwesten in die Gusev-Ebene hinein, zeigt noch keine Eintrübung der Atmosphäre:
Der aktuelle Mars-Wetterbericht von msss.com vom 1. April 2009 berichtete leider auch über Zunahme der Staubsturmaktivitäten in verschiedenen Bereichen des Mars. Der Planet erreichte am 21. April sein Perihel, d.h. seinen geringsten Abstand zur Sonne, wodurch sich wegen der stark elliptischen Bahn des Mars eine erheblich gesteigerte Sonneneinstrahlung auf der Südhalbkugel einstellte. Es blieb nur zu hoffen, dass es lokal begrenzte Stürme bleiben und sich nicht zu einer globalen Sturmfront entwickeln würden.
Ein Bild vom 2. April 2009, ein weiter Blick in Richtung Nordwesten in die Gusev-Ebene hinein, zeigt noch keine Eintrübung der Atmosphäre:
Spirit fuhr an Sol 1866 weiter, und zwar bog er nach Westen ab, um einem größeren Felsbrocken in Fahrtrichtung auszuweichen, der nicht überfahren werden konnte. Dabei erwies sich das vor dem Rover liegende und stabil aussehende Gelände jedoch als sehr tief, wie die nächsten beiden Bilder zeigen, die mit einer rotgrün-Brille einen sehr schönen 3D-Effekt bieten:
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| Abb. 7: Blick voraus am 3. April 2009 (Sol 1866). Das Gelände sah relativ fest aus ... | Abb. 8: ... was es jedoch nicht war. Das festsitzende Roverrad zog eine tiefe Furche in den weichen Sand. |
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| Abb. 9: Standort von Spirit an Sol 1866. Auch hier hatte das festsitzende Rad schneeweißes Material freigelegt. Siliziumhydrat oder eine weiße Schwefelverbindung ? Die Analyse würde es erbringen. | |
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| Abb. 10: Blick voraus in 3D auf die zukünftige Fahrstrecke (Credits: mhoward auf UMSF). Die beiden größeren Felsbrocken etwas links der Bildmitte werden rechts umfahren und dann das kleine Tal zwischen links der "Home Plate" und rechts der Erhebung "Tsiolkovsky" im Bildhintergrund geradeaus durchfahren, siehe auch Bilder 1 und 3 oben auf dieser Seite. | |
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