Das Mars 500 Projekt - Simulation eines Marsfluges
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| Offizielles Logo des Mars 500-Projektes. Ein Klick auf das Bild führt zur HomePage bei der ESA. |
Am 1. April 2009 begann die heisse Phase des Mars 500-Projektes der ESA und der russischen Weltraumbehörde Roscosmos. Sechs Teilnehmer, darunter der Deutsche Oliver Knickel und der Franzose Cyrille Fournier , werden in einer speziellen Isolationsanlage im Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) in Moskau eine Mars-Mission in einer – nicht in allen technischen Einzelheiten realistischen – Raumschiff-Umgebung simulieren, siehe auch die IBMP-Homepage. Der Test soll zeigen, wie gut Mars-Astronauten auf engstem Raum miteinander auskommen und die Trennung von Familie, Freunden und Kollegen körperlich und psychisch vertragen. Das Experiment ist die Vorstufe zu einem 520-tägigen Test, der dem Zeitraum einer echten Marsmission entspricht und in der zweiten Jahreshälfte mit neuen Teilnehmern in Moskau starten soll.
Wie bei einer echten Mission wird die Crew weitgehend auf sich allein gestellt sein. Sie kann nur über Funk mit der Kontrollstation kommunizieren und muss dabei wegen der Signalverzögerung bis zu 40 Minuten auf jede Antwort warten. Es gibt kein natürliches Licht, Platz und Gewichtskontingent sind begrenzt, der Zugang zu E-Mail rationiert. Ähnlich wie echte Astronauten soll die Crew während der Reise auch Experimente durchführen. Bei diesen medizinischen Tests stehen neben der Psyche auch der Stoffwechsel und das Immunsystem im Fokus. Das Essen wird zu Beginn des Projektes mit eingeschlossen und ist streng rationiert. Zudem muss die Crew simulierte Notfälle meistern.
Wie bei einer echten Mission wird die Crew weitgehend auf sich allein gestellt sein. Sie kann nur über Funk mit der Kontrollstation kommunizieren und muss dabei wegen der Signalverzögerung bis zu 40 Minuten auf jede Antwort warten. Es gibt kein natürliches Licht, Platz und Gewichtskontingent sind begrenzt, der Zugang zu E-Mail rationiert. Ähnlich wie echte Astronauten soll die Crew während der Reise auch Experimente durchführen. Bei diesen medizinischen Tests stehen neben der Psyche auch der Stoffwechsel und das Immunsystem im Fokus. Das Essen wird zu Beginn des Projektes mit eingeschlossen und ist streng rationiert. Zudem muss die Crew simulierte Notfälle meistern.
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| Grundriß der Isolierstation |
Die Station besteht aus vier Modulen, die unterschiedlichen Zwecken dienen:
- Ein Vorratsmodul mit abgepacktem Essen und Verbrauchsmaterial (Module 4)
- Ein Wohnmodul mit Betten (Modul 2)
- Ein Medizin- und Forschungsmodul (Modul 1)
- Ein Mars-Modul, in dem die Oberfläche des Mars simuliert wird. Dieses Modul ist nur während 30 Tagen zugänglich. (Modul 3)
- Hinflug zum Mars: etwa 250 Tage.
- Aufenthalt von 3 Crewmitgliedern im Mars-Modul während 30 Tagen. Die drei Mitglieder müssen vorher während 30 Tagen ruhig im Bett liegen, um einen Muskelschwund herbeizuführen, wie er in der Schwerelosigkeit auch auftritt.
- Rückflug zur Erde von etwa 240 Tagen.
Ab Ende März in der Isolationskammer:
- Oliver Knickel, Deutschland
- Cyrille Fournier, Frankreich
- Sergey Ryazanskiy, Russland
- Aleksey Baranov, Russland
- Aleksey Shpakov, Russland
- Oleg Artemiev, Russland.
Zusätzlich fungieren von europäischer Seite die Franzosen Cedric Mabilotte und Arc´hanmael Gaillard als Ersatz bzw. als Teil der Bodencrew. So sieht die gesamte Anlage von außen aus:
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| Außenansicht der kompletten Anlage (Credits: DLR). Der Wohn- und Arbeitsbereich ist in der langen Röhre links untergebracht, rechts befindet sich der Mars -Oberflächensimulationsmodul. |
Und hier einige Bilder aus dem Inneren der Station (Credits: German Space Education Institute), die die reale Enge zeigen:
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| Gemeinschaftsraum | Küche |
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| Verbindungsgang zwischen den Modulen | Modul Aussenansicht |
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| eine von sechs Einzelkabinen | Toilette |
In einer solchen Umgebung 105 Tage zu leben ist schon eine Herausforderung. Das Experiment ist die Vorstufe zu einem 520-tägigen Test, der dem Zeitraum einer echten Marsmission entspricht und gegen Ende 2009 mit neuen Teilnehmern in Moskau starten soll. Ein Bericht der ESA zum Start am 31.03.2009 ist hier bei www.esa.int. Es gibt ebenfalls ein einführendes Video bei YouTube zu diesem Experiment:
Die Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse wird naturgemäß einige Zeit dauern und in die Vorbereitung für die nächste Mannschaft einfliessen, die vermutlich ab Ende 2009/Anfang 2010 erneut in den Container gehen wird. Diesmal für 520 Tage, was einem Hin- und Rückflug zum Mars unter Idealbedingen entsprechen würde plus 30 Tage Aufenthalt auf dem Mars.
Die 11 Teilnehmer für das folgende 520 Tage dauernde Langzeitexperiment wurden ab dem 25. Februar 2010 eingehenden Tests unterzogen. Am 22. März 2010 wurden schliesslich die sechs Missionsteilnehmer der Öffentlichkeit vorgestellt. Das über eineinhalb Jahre gehende Langzeitexperiment startete Ende April 2010. Eine eigene Seite befasst sich mit den Details.
Die Berichte der Teilnahmer des Projektes wurden ab dem 7. April 2009 veröffentlicht:
- von Oliver Knickel (7. April 2009) - Link hier (1. Woche)
- von Cyrille Fournier (14. April 2009) - Link hier (2. Woche)
- von Oliver Knickel (21. April 2009) - Link hier (3. Woche)
- von Cyrille Fournier (28. April 2009) - Link hier (4. Woche)
- von Oliver Knickel (5. Mai 2009) - Link hier (5. Woche)
- von Cyrille Fournier (12. Mai 2009) - Link hier (6. Woche)
- von Oliver Knickel (19. Mai 2009) - Link hier (7. Woche)
- von Cyrille Fournier (26. Mai 2009) - Link hier (Halbzeit)
- von Oliver Knickel (3. Juni 2009) - Link hier (9. Woche)
- von Cyrille Fournier (9. Juni 2009) - Link hier (10. Woche)
- von Oliver Knickel(16. Juni 2009) - Link hier (11. Woche)
- von Cyrille Fournier (23. Juni 2009) - Link hier (12. Woche)
- von Oliver Knickel(30. Juni 2009) - Link hier (13. Woche)
- von Cyrille Fournier (08. Juli 2009) - Link hier (14. Woche)
Die Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse wird naturgemäß einige Zeit dauern und in die Vorbereitung für die nächste Mannschaft einfliessen, die vermutlich ab Ende 2009/Anfang 2010 erneut in den Container gehen wird. Diesmal für 520 Tage, was einem Hin- und Rückflug zum Mars unter Idealbedingen entsprechen würde plus 30 Tage Aufenthalt auf dem Mars.
Die 11 Teilnehmer für das folgende 520 Tage dauernde Langzeitexperiment wurden ab dem 25. Februar 2010 eingehenden Tests unterzogen. Am 22. März 2010 wurden schliesslich die sechs Missionsteilnehmer der Öffentlichkeit vorgestellt. Das über eineinhalb Jahre gehende Langzeitexperiment startete Ende April 2010. Eine eigene Seite befasst sich mit den Details.
Termine
08.09.2010
Jubiläum des Starts von Viking 2
14.09.2010
naher Mars-Vorbeiflug von Asteroid 2001 XE1
14.10.2010
naher Mars-Vorbeiflug von Asteroid 2009 BU5
26.10.2010
naher Mars-Vorbeiflug von Asteroid 2004 XD6
04.11.2010
Deep Impact passiert Komet 103P/Hartley2
Weitere Termine...
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14.09.2010
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